Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Verstehen und Erklären molekular definierter Erfindungen.

In der Biochemie, Zellbiologie und Medizin sind immer wiederkehrende Fragen:

- Welche Aspekte der Erfindung können geschützt werden?
- Welche Schutzgegenstände sind wirtschaftlich sinnvoll?
- Was ist der optimale Anmeldungszeitpunkt?
- Wie viel experimentelle Evidenz muss für ein grundlegendes Prinzip dokumentiert sein?
- Wie breit kann die Erfindung beansprucht werden?

Die Antworten auf diese Fragen erfordern ein Verständnis der geplanten Verwertungsstrategie sowie ein Gespür für die Erwartungen und Bedürfnisse von Lizenzpartnern und Investoren. Eine Vielzahl von Anmeldungen aus unserer Hand wurde erfolgreich lizenziert oder war Basis von Unternehmensgründungen.

Entdeckungen der medizinischen Grundlagenforschung können zu verwertbaren Erfindungen führen, soweit die gewonnenen Erkenntnisse die Verwendung bekannter Stoffe zur Prävention oder Therapie von Krankheiten betreffen. Die Rechtsprechung der Beschwerdekammern des Europäischen Patentamts zur sog. (zweiten) medizinischen Indikation hat hier in den letzten Jahren eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet, diese Erfindungen zu schützen.

Der Bereich der molekularen Diagnostik ist durch die jüngeren Entscheidungen der höchsten Gerichte der USA deutlich komplexer geworden. In Zusammenarbeit mit unseren US-amerikanischen Kollegen finden wir hier Lösungen, mit denen sich Erfolgswahrscheinlichkeit und Kosten ins Gleichgewicht bringen lassen.

In der pharmazeutischen Chemie betreffen häufig gestellte Fragen die Breite der möglichen Ansprüche für den Schutz von Stoffen, Kristallformen, Darreichungsformen und Formulierungen. Bei Bedarf abstrahieren wir Formeln der gefundenen Wirkstoffe auf Grundlage von Recherchen in kommerziellen Datenbanken, z.B. Registry und Marpat. Wir haben viel Erfahrung im Schutz von Erfindungen im Bereich Antikörper und Zelltherapie.

In der klassischen Chemie ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit der Schutz von Synthesestrategien. Wir ermitteln für Entwickler neuer Herstellungsverfahren von „active pharmaceutical ingredients“ (API) die Schutzrechte der Wettbewerber und beraten zum Umgang mit diesen.

In den Materialwissenschaften geht es oftmals darum, neu entwickelte Materialien optimal zu schützen. Hierbei steht nicht nur das Material an sich im Fokus, sondern auch die Prozesse für dessen Herstellung und Anwendungen. In diesem Bereich arbeiten wir häufig Hand in Hand mit unseren Kollegen der Disziplinen Medizintechnik, Maschinenbau und Physik.